Hilfe bei Karpaltunnelsyndrom

Hallo Ihr Lieben,

kennt ihr das? Ihr habt ein Taubheitsgefühl bzw. Kribbeln im ersten bis dritten Finger, besonders nachts schmerzt eure Hand und ihr habt nicht mehr viel Kraft. Dann habt ihr wahrscheinlich ein Karpaltunnelsyndrom.

Karpaltunnelsyndrom – Was ist das?

Am Handgelenk gibt es ein Band, welches zusammen mit den Handwurzelknochen einen Tunnel bildet. Den sogenannten Karpaltunnel. Durch diesen Tunnel laufen Sehnen und der Nervus medianus.

Bei dauerhafter Belastung in die Beugung wie z.B. Greifen, Festhalten, Tippen, kommt es zum Anschwellen der Sehnen. Dadurch verengt sich der Raum im Tunnel und der Nerv wird zusammengedrückt.

Um zu testen ob es wirklich ein Karpaltunnelsyndrom ist, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Ihr drückt feste auf den Karpaltunnel und lasst plötzlich los. Kribbelt es?
  2. Ihr überstreckt die Hand. Werden die drei Finger taub?

Wenn ihr beide Fragen mit ja beantwortet, dann könnt ihr sicher sein, dass ein Karpaltunnelsyndrom vorliegt.

Was tun?

Es gibt einige konservative Behandlungsmöglichkeiten, die ausgeschöpft werden sollten, bevor man daran denkt, sich operieren zu lassen.

Die ersten Übungen sind Faszientechniken. Dafür benötigt ihr einen Tennisball und/oder eine kleine Faszienrolle.

  1. Legt die Hand auf den Tennisball und macht kreisende Bewegungen im Handgelenkbereich. Besonders dort, wo es weh tut! Die andere Hand kann den Druck zusätzlich verstärken. So werden Verklebungen gelöst.
  2. Nehmt entweder eine kleine Rolle (Faszienrolle) oder wieder den Tennisball. Beginnt mit der Innenseite – Handinnenfläche also nach oben. Fangt bei den Fingerspitzen an und rollt ganz langsam über den Ball hoch bis zum Ellbogen. Wichtig ist, dass die Bewegung sehr langsam durchgeführt wird. Denn durch den Druck wird die Flüssigkeit hochgedrückt. Das gleiche wird anschließend mit der Oberseite gemacht.

Außerdem ist es sehr wichtig, die Muskulatur zu dehnen. Dafür klappst ihr das Handgelenk ab und legst die Handfläche so auf den Tisch, dass die Finger zu euch zeigen. Nun solltet ihr ein deutliches Dehngefühl haben. Sehr wahrscheinlich wird es erst mal Kribbeln, aber versucht, es auszuhalten und haltet diese Dehnung ungefähr zwei Minuten.

Eine weitere Dehnung ist das Fingerspreizen. Spreizt eure Finger so weit auseinander wie ihr könnt und haltet es jeweils einige Zeit.

Zusätzlich könnt ihr den Daumenballen und die Zwischenräume der Mittelhandknochen massieren. Benutzt dafür den Fingerknöchel der anderen Hand und streicht langsam und kräftig in dem Zwischenraum entlang.

Außerdem könnt ihr nachts eine Schiene tragen. So eine, wie sie zum Inlineskaten benutzt wird. Innen befindet sich eine Schiene, die verhindert, dass die Hand gebeugt werden kann.

Alle Übungen zeige ich euch in diesem Video, damit es anschaulicher wird. Wie immer gebe ich nur Tipps zur Verringerung der Beschwerden, das ersetzt aber nicht den Besuch beim Arzt. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gerne bei mir.

Eure Yona ♥

 

 

 

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